Hallo Ihr Lieben,
endlich nach fast 10 Wochen komme ich dazu meinen Geburtsbericht zu schreiben.
Weiß grade gar nicht wo ich anfangen soll und wie ich es schreiben soll aber ich fange einfach mal an.
Am 21. April (Sonntag) war ich zur Kontrolle im Krankenhaus da ich da schon 6 Tage über ET war. Auf dem CTG war na wie soll ich sagen nichts spannendes zu sehen, außer Knubbels Herzschlag aber nicht so wirklich meine Wehentätigkeit.
Am 22. April (Montag) sollte ich nachdem Sonntags keine Wehentätigkeit vorhanden war bis um 9.00 Uhr dort sein. Bin um 7 Uhr aufgestanden, habe nochmal lange geduscht, gefrühstückt und dann sind wir gegen halb neun losgefahren nach Witten ins KH. Dort angekommen kam ich erstmal wieder ans CTG. Dort waren zwar ein paar MiniWehen vorhanden aber nach einer Std. auch wieder nicht. Um 10 Uhr bekam ich dann einen Einlauf verpasst, Mensch das muß auch kein Mensch haben oder??
Um halb elf bekam ich dann das Einleitungsgel vor den MuMu gespritzt und mußte eine halbe Std liegen bleiben. Dann hieß es abwarten und laufen, laufen, laufen. Erstmal raus ausm KH, frische Luft schnappen. Es war natürlich an dem Tag warm und die Sonne schien vom Himmel. Die Tage davor war es immer kalt und es hat geregnet. Alle 2 Std mußte ich nun ans CTG doch es wollten sich keine richtigen Wehen zeigen und der MuMu wollte sich auch nicht öffnen. Es kam das Mittagessen, ich hatte keinen Hunger. Nur die Suppe habe ich mir Notgedrungen reingezwängt. Es wurde nachmittag und es wurde Abend und es waren immernoch keine richtigen Wehen vorhanden. Zwar mußte ich einige schon veratmen doch der MuMu hatte sich immer noch nicht geöffnet.
Meine Bettnachbarin hatte auch eine Tortour hinter sich mit Ihrer Kleinen aber dazu später oder ein anderes mal. Sie durfte nicht aufstehen obwohl sie normal entbunden hatte.
Dann am 23. April nachts um 1 Uhr wachte ich auch und es waren Wehen da die nicht mehr so leicht wegzuatmen waren. Ich zog meinen Bademantel an und ging runter auf die Station mit den Kreissälen. Dort wurde ich ans CTG angeschlossen und mir wurde noch ein Schmerzzäpfchen gegeben, dass ich noch ein bisschen schlafen konnte. Gegen 7 Uhr sollte ich mich wieder unten melden. Ich konnte tatsächlich noch ein wenig vor mich herdümpeln.
Ich stand also gegen viertel nach 6 wieder auf um kurz unter die Dusche zu springen. Meine Bettnachbarin war auch schon wach und versuchte Ihre Kleine Maus zu stillen, die immer wieder einschlief.
Ich trank mir noch einen Tee und war Punkt 7 Uhr unten. Wurde wieder ans CTG angeschlossen und siehe da, es waren Wehen da. Der MuMu war auch schon 4 cm offen. Mein Mann kam auch so gegen 8 Uhr im KH an und wir gingen nochmal auf Station um etwas zu essen und was zu trinken.
Was toll ist an dem KH, dass es dort für die Schwangeren und Neu Mama`s ein Morgens und Abendsbuffett gibt.
Zwischendurch musste ich immer wieder aufstehen, zum Fenster gehen um frische Luft zu schnappen da die Wehen jetzt doch heftiger wurden.
gegen zehn fragte mich die Hebamme ob ich denn vielleicht mal in die Badewanne wollte, ja ich wollte. Und es war richtig angenehm, dieses warme Wasser und ein bisschen Schwerelos zu sein, obwohl dieser große Bauch aus dem Wasser ragte.
Gegen elf Uhr rum war der Muttermund nun 7 cm offen. Wer mich auf Instagram verfolgt hat, kann sich an dieses Foto evtl noch erinnern.
Hier klicken um weiterzulesen:
(Hiermit möchte ich mich auch nochmal recht Herzlich bei allen Insta`s bedanken die mir Mut gemacht haben und mir Alles Gute und Liebe für die Geburt gewünscht haben und es nicht fassen konnten das ich mit 7 cm noch poste. Ihr seid alles toll und ich bin froh mit Euch in Kontakt zu sein).
Aber glaubt mir bis dahin war alles noch gut auszuhalten und wegzuatmen. Denn von nun an ging es erst richtig zur Sache.
Bis um 13 Uhr war der MuMu bei 10 cm also ganz offen, die Schmerzen/Wehen waren die Hölle und ich bewundere meinen Mann das er mir die Hand gehalten hat und nicht von meiner Seite wich. Er wischte mir mit einem kalten Lappen die Stirn und den Nacken, da ich nicht mehr wirklich Herr meiner Sinne war. Die Wehen waren so doll, so hatte ich mir das nicht vorgestellt.
Meine Fruchtblase war bis dahin immer noch nicht geplatzt, also wurde sie von meiner Hebamme dort eröffnet und die Wehen wurden noch Schmerzhafter und länger.
Ich konnte und wollte die Hand meines Mannes nicht loslassen. Ich habe mir nur immer nur im Hinterkopf gedacht, BITTE lass ihn nicht aufs Klo müssen, dass schaffst du nicht alleine.
Dann gegen 14 Uhr wurde mir eine PDA angeboten und ich willigte sofort ein.
Gesagt, Getan PDA war gelegt worden, doch es passierte nichts, keine Linderung, keine Schmerzfreiheit, rein gar nichts. Der Anästhesist wurde nochmal gerufen um nocheinmal nachzuspritzen, doch was soll ich Euch sagen. Es passierte wieder nichts. Keine Linderung.
Nach nocheinmal 2 Stunden Wehe auf Wehe wollte unser kleiner Knubbel einfach nichts ins Becken rutschen und es wurde mir der Kaiserschnitt angeboten bzw nahegelegt. Ihr glaubt gar nicht wie froh ich war.
Es war ein Ende in Sicht.
Gegen 16.10 Uhr wurde ich dann in den OP geschoben und die PDA wurde gezogen und mir eine Spinale (Spinalanästhesie) gelegt. Ihr glaubt gar nicht wie toll das war. Ich hatte keine Schmerzen mehr, ich schwebte auf Wolke 7 und hätte den Anästhesisten knutschen können. Mein Mann kam auch zur mir und ich hatte ein lachen auf dem Gesicht und er hatte Tränen in den Augen weil er mich so doll hat leiden sehen wie er sagte und jetzt froh war mich lachen zu sehen.
Es wurde ein Tuch unterhalb meiner Brust aufgebaut sodas man nichts mehr sehen konnte. Mein Mann Stefan hielt meine linke Hand und
ich sagte ,,Ich habe ja noch ein Attentat auf dich vor''
Stefan: ,,Wie? Was für ein Attentat?''
Ich: ,, Ich hätte gerne noch einen Zweitnamen für unseren kleinen Knubbel, nicht nur Nick!''
Stefan: ,,Na das kann ich dir ja jetzt nach den Strapatzen eigentlich nicht mehr ausschlagen. Wie soll er denn noch heißen?''
Ich: ,,Aiden''
Stefan: ,,Na das gucken wir dann gleich mal''
Denn dann war es auch schon soweit und wir sahen unseren Sohn zum ersten mal über die Tücher hinweg.
Nick Aiden,
geb. am 23.April um 16.30 Uhr mit
56 cm und 4600 Gramm und 37 cm Kopfumpfang
Er wurde sofort in den Nebenraum gebracht und es wurde die U1 durchgeführt.
Stefan saß an meiner Seite und wir hörten die Oberärztin sagen, ,,Na Frau M.... den hätten sie nie im Leben so bekommen können.'' Es wurden Wetten abgeschlossen wieviel er denn wiegen würde.
Es vergingen vielleicht 5 Minuten vielleicht auch mehr ich weiß es nicht mehr so wirklich aber dann tauchte meine Hebamme mit Nick im Arm wieder auf und zeigte ihn uns. So ein süßes Kerlchen und mir floßen die Tränen die Schläfen runter.
Mein Mann durfte schon wieder zurück in den Kreissaal um Nick auf den Arm zu nehmen und auf mich zu warten bis die Ärzte mich wieder zugenäht hatten.
Ich muß sagen es ist eine tolle Narbe geworden. Sie haben eine Innennaht gemacht. Keine Fäden oder Klammern die gezogen werden mußten.
Nach gefühlten tausend Stunden kam ich zurück in den Kreissaal und durfte nun endlich unseren kleinen Knubbel in den Arm nehmen.
Er war so klein und hatte so weiche Haut und roch soooo toll nach Baby. Unserem Baby. Unserem kleinen Nick (Knubbel).
Dann kann ich Euch gar nicht sagen was alles gemacht wurde, bzw wie lange wir noch im Kreissaal waren, aber draußen aufm Flur war die Hölle los. An dem Tag waren 6 Kaiserschnitte und 3 normale Geburten. Also Hochbetrieb und wir mußten eine Weile dort verweilen.
Doch dies war überhaupt nicht schlimm, wir hatten etwas bekommen was wir anschauen konnten und konnten unsere Augen auch nicht von ihm lassen oder ihn nicht zu berühren.
Meine und Stefans Eltern hatte Stefan kurz nachdem ich wieder in den Kreissaal geschoben wurde angerufen und sie warteten jetzt schon mittlerweile 2 Std unten auf Station um endlich Ihren Enkelsohn sehen zu dürfen. Er ging nochmal nach unten um zu sagen das es noch eine weile dauern würde. Er trank noch schnell einen Kaffe und ein Glas Wasser, denn er hatte seit 12 Uhr auch nichts mehr gegessen oder getrunken. (Desshalb mußte er auch nicht auf's Klo :-) )
Gegen 21.00 Uhr wurde ich dann endlich runter auf Station gebracht und meine Bettnachbarin meinte.
,,Da seid Ihr ja endlich''
,,Ja da waren wir endlich'' und meine und Stefans Eltern konnten Ihre Blicke nicht von Nick nehmen.
Es wurde fotografiert und wir bekammen einen kleinen Teddy vom meinen Eltern und einen kleinen Elefanten von Stefans Eltern geschenkt.
Mittlerweile sind am Dienstag 10 Wochen vergangen und wir haben uns aneinander gewöhnt.
Es gab Höhen und Tiefen zecks stillen und Flasche geben. Doch die haben wir mittlerweile auch überwunden.
Nick macht sich wirklich Prima.
Die U3 hat er auch schon hinter sich und war dort schon wieder gewachsen und schwerer geworden.
60 cm (56), 5830 Gramm (4600) und einen Kopfumfang von 39 cm (37).
Jetzt ist in 4 Wochen schon die U4 und die zweite Impfung angesagt.
Momentan kämpft er mit Fieber gegen seine erste Impfung an und ist viel am schlafen und trinken. Ist aber dennoch ein soooo liebes und fröhliches Kerlchen. Wenn er mich oder Stefan anlacht ist alles vergessen.
Der Blog kam in den 10 Wochen ziemlich zu kurz doch dies soll mit diesem Bericht nun ein Ende haben.
Es wird wieder öfter etwas von uns zu hören geben und es wird noch eine kleine Überraschung für Euch geben.
Also seid auf die nächsten Tage gespannt und schaut doch mal wieder hier vorbei.
Ich hoffe ich habe Euch nicht gelangweilt mit diesem Bericht, der ja doch etwas länger ausgefallen ist.
Eure Maya mit Nick (der grade seeligst vor sich hinschlummert neben mir auf der Couch).
(Geschrieben in der Nacht vom 30.Juni auf den 1. Juli, zwischen 1 Fläschchen :-) )

Liebe Maya,
AntwortenLöschendein Geburtsbericht ist nicht langweilig, du hast es wundervoll beschrieben. Ich habe ja, seitdem ich selbst schwanger bin, schon mehrere Geburtsberichte gelesen und deiner ist der erste, der mir keine Angst macht. Klar der Respekt davor bleibt, aber den hat ja jeder!
Mir sind sogar die Tränen gekommen, als du geschrieben hast, wie dir die Tränen die Schläfen runterkullerten :-)
Wünsche euch alles Gute und freu mich auf weitere Posts von dir, Isa
Huhu liebe Maya, schön wieder von dir zuhören und ich freue mich schon auf die nächsten Posts von dir. Alles Liebe, Josi
AntwortenLöschenNachträglich (nochmal?) alles Gute. Vielen Dank für deinen Bericht, er ist sehr bereichernd, weil er wieder mal aufzeigt, wie unterschiedlich so eine Geburt laufen kann.
AntwortenLöschenWeiterhin alles Gute!
Hach...
AntwortenLöschenJAAAA ICH MUSSTE HEULEN, HEULEN WIE EIN SCHLOSSHUND...
Eine Geburt läuft selten nach PLAN....
Ich wünsche Euch trotzdem noch weiterhin alles Liebe und Gute...
Fühl Dich ganz fest gedrückt!!!
Liebe Grüße, Marielle
Herzergreifend! :)
AntwortenLöschenHallo Maya!
AntwortenLöschenErst einmal Herzlichen Glückwunsch zu eurem kleinen Sohnemann!!!
Ich bin erst jetzt auf deinem Blog eingetrudelt und habe mich aber mit Freude durch die vergangenen Posts geklickt. In den Schwangerschaftsupdates habe ich gelesen dass du auch arge Schwierigkeiten mit Magenschmerzen hattest. Endlich mal jemand der das auch hat/hatte. Ich bin in der 15. Woche schwanger und kenne diese Magenschmerzen nur zu gut. Komischerweise staunen die meisten immer wenn ich davon berichte. Wie ist es denn bei dir nach der Schwangerschaft? Sind die Magenschmerzen direkt verschwunden oder hattest du auch weiterhin noch Probleme damit? Ich kann mir manchmal gar nicht vorstellen, dass das jemals wieder "ganz normal" wird...uahh ;-)
Ganz liebe Grüße, Katharina
(wenn du magst schau doch mal vorbei http://www.ein-koffer-buntes.blogspot.de/ )
Huhu :-)
AntwortenLöschenHa wie cool! Du kommst aus Witten oder Umgebung? Ich wohne praktisch eine Bushaltestelle vom Marienhospital entfernt, hatte dort auch schon 2 KS und im Februar gibt es den 3.!
Meld dich doch mal über meinen Blog (http://Projekt-Eva.blogspot.com) oder über instagram (Purdnod)
Liebe Grüße